Ode to a Nightingale von

130 €

Ode an eine Nachtigall
Gedicht von John Keats
Bildgröße 33 cm x 43 cm

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„Ode an eine Nachtigall“, das Manuskript von John Keats

John Keats, der im Alter von fünfundzwanzig Jahren von der Tuberkulose hingerafft wurde, verfügt seit mehr als zwei Jahrhunderten über einen soliden literarischen Weltruf, dies nach nur wenigen Jahren Schriftstellerei, und hinterlässt der Nachwelt vierundfünfzig Gedichte, die noch heute gerühmt und gelehrt werden.

Ode to a Nightingale - Ode an eine Nachtigall - Gedicht Faksimile

John Keats: Der „Shakespeare des Sonetts“

Zeit seines Lebens war Keats, der heute manchmal als der Shakespeare des Sonetts bezeichnet wird, ein Verehrer der Literatur, der Mythologie und der französischen Sprache. Nach dem ihn prägenden aufeindanderfolgenden Versterben seines Vaters, seiner Mutter und seiner Großmutter, suchte er Zuflucht in Bücher und in schöpferische Tätigkeit. Seine Leidenschaft gilt Ovids „Metamorphosen“, Miltons „Das Verlorene Paradies“ und Virgils Epos „Aeneis“, das er sogar übersetzte. Die Entdeckung von Edmund Spensers epischem Gedicht „The Faerie Queene“ (dt. Feenkönigin - 1590), vermutlich im Alter von etwa achtzehn Jahren, wühlte ihn auf und stellte einen Wendepunkt in seinem Leben dar. Keats war gewissermaßen hypnotisiert von der Dichtkunst.

„Poetische Gefühle beim Gesang der Nachtigall“

Aus den Fenstern des Wohnzimmers seines Freundes hätte der Pflaumenbaum im Garten seine „Ode an die Nachtigall“ inspiriert. Er hätte mit einer gewissen Hektik begonnen auf zwei in einem Notizbuch zerrissenen Seiten zu schreiben. Charles Armitage Brown, der zusammen mit Keats eine Tragödie in Versen schrieb, sich um seine Gesundheit und seine materielle Lage kümmerte, und der nach seinem Ableben für die Hinterlassenschaft seines Freundes arbeitete, erzählte später:

Ode to a Nightingale - Ode an eine Nachtigall - John Keats Manuskript

In the spring of 1819 a nightingale had built her nest near my house. Keats felt a tranquil and continual joy in her song; and one morning he took his chair from the breakfast-table to the grass-plot under a plum-tree, where he sat for two or three hours. When he came into the house, I perceived he had some scraps of paper in his hand, and these he was quietly thrusting behind the books. On inquiry, I found those scraps, four or five in number, contained his poetic feelings on the song of the nightingale. Im Frühjahr 1819 hatte eine Nachtigall ihr Nest in der Nähe meines Hauses gebaut. Keats fühlte eine ruhige und beständige Freude an ihrem Gesang; und eines Morgens nahm er seinen Stuhl vom Frühstückstisch auf den Rasen unter einen Pflaumenbaum, wo er zwei oder drei Stunden lang saß. Als er ins Haus kam, bemerkte ich, dass er einige Zettel in der Hand hielt, die er leise hinter die Bücher schob. Auf Nachfrage fand ich heraus, dass diese Zettel, vier oder fünf an der Zahl, seine poetischen Gefühle über den Gesang der Nachtigall enthielten.

Die „Ode an eine Nachtigall“ erschien zuerst in einer Zeitschrift, dann in „Lamia, Isabella, The Eve of St. Agnes, and Other Poems“ (dt. Lamia, Isabella, der Vorabend der Heiligen Agnes und andere Gedichte - Juli 1820). Das handschriftliche Manuskript wurde 1933 vom Marquis von Crewe dem Fitzwilliam Museum (Cambridge) anvertraut, das es seither aufbewahrt.