Der köstlichste Abgrund von

200 nummerierte Exemplare

90 €

Denk an den köstlichsten Abgrund
Eine Zeichnung von Jean Cocteau
Bildgröße 33 cm x 43 cm

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Cocteau, die Liebe und die Kunst


„Das Verb ist schwer zu konjugieren :
seine Vergangenheit ist imperfekt,
seine Gegenwart nur indikativ,
seine Zukunft nur eine Möglichkeitsform“

 

Zwar ist es schwer zu konjugieren, aber nicht unmöglich : dies beweist das gesamte Werk von Jean Cocteau, der sein ganzes Leben lang unaufhörlich Kunst und Liebe in Einklang bringen wollte. Besondere Liebe in „Das Weissbuch“; sublimierte Liebe in dem Film „Der Doppeladler“ oder teuflische Liebe in „Orpheus“; verzweifelte Liebe in „Die menschliche Stimme“...

Das Gefühl der Liebe ist eine der mächtigen kreativen Triebkräfte von Jean Cocteau, die von vergänglichen Engeln wie Raymond Radiguet oder von soliden und beständigen Freundschaften, wie die mit Jean Marais bestimmt werden. Der Dichter sah das Schreiben als einen Akt der Liebe an, und zweifellos traf dies auch auf die Zeichnungen zu. Seine unverwechselbaren Stiftbewegungen sind ein ständiges Hin und Her zwischen seinen Visionen, seinem Verlangen, seinen Träumen und der Realität, die er mit Scharfsinn skizziert.

 

Denk an den köstlichsten Abgrund (1958)

 

In den 1950er Jahren, auf dem Höhepunkt seines Ruhmes, scheint Jean Cocteau seine Palette als Zeichner und Maler weiterhin zu nutzen. In diesem Jahrzehnt malte er einige seiner unvergesslichen Wandmalereien, wie die der Kapelle Saint-Pierre in Villefranche und im Hochzeitssaal im Rathaus von Menton.

1958, in dem Jahr, in dem er die Zeichnung „Denk an den köstlichsten Abgrund“ anfertigte, reist Jean Cocteau viel, nach Rom, nach Wien oder nach Venedig, wo er sogar in einer Werkstatt in Murano in das Glashandwerk eingeweiht wird. Im November stellt er in Paris seine Kunstkeramiken in der Galerie Lucie Weill aus. Benutzt er die Kunst dazu, die schwindelerregenden Freuden der Liebe zu vergessen, besessen von der Gefahr in ihnen zu versinken?

Zeichnung von Jean Cocteau - Der köstlichste Abgrund

Eine Zeichnung von Jean Cocteau

 

Jean Cocteau zeichnet und begeistert sich von klein auf für das Theater und wird dabei von seiner Familie gefördert. Der Selbstmord seines Vaters, als Jean erst neun Jahre alt war, hat ihn zutiefst betroffen. Vier Misserfolge beim Abitur bringen ihn davon ab, zur Schule zurückzukehren: sein Schicksal sollte ein anderes sein. In Paris, mit nur achtzehn Jahren, machte er sich in den literarischen Salons schnell einen Namen. Bereits 1909 gründete er gemeinsam mit Maurice Rostand eine Zeitschrift, veröffentlichte Artikel und Zeichnungen, und im Februar seine erste Gedichtsammlung „Aladins Lampe“. Dies war der Beginn eines langen künstlerischen Abenteuers, so reichhaltig wie als auch abwechslungsreich, geprägt von Büchern (Romane, Gedichte, Essays), Filmen und Theaterstücken („Die schrecklichen Eltern“ - welches in acht Tagen geschrieben wurde). All dies führte ihn auch zur Zusammenarbeit mit berühmten Künstlern wie Pablo Picasso, Coco Chanel, Serge Diaghilev, Édith Piaf... Der Dichter, wie er sich selbst gerne bezeichnete, der es verstand, Fresken zu malen, Kieselsteine in Kunstwerke zu verwandeln, Glasmalereien zu schaffen, Kostüme und Bühnenbilder zu entwerfen - die Liste ist lang - starb in Milly-la-Forêt, seiner letzten Ruhestätte. Er ruht in der von ihm dekorierten Kapelle Sainte-Blaise-des-Simples.

 

Er hatte gewünscht, dass auf seinem Grab dieser einfache, von seiner Hand gezeichnete Satz eingraviert wird: „Ich weile mit euch.“

 

Eingerahmtes Dokument

Holzrahmen, in Frankreich hergestellt und von Hand zusammengestellt.

Doppelglaseinrahmung (33 cm x 43 cm).

Eingerahmt in unseren Werkstätten in Cambremer.