Ansprache
in Gettysburg von

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Ansprache in Gettysburg
von Abraham Lincoln
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Ansprache in Gettysburg
Das Originalmanuskript von Abraham Lincoln

„Now we are engaged in a great civil war, testing whether that nation, or any nation so conceived, and so dedicated, can long endure“

Ein Gründungsmanuskript der amerikanischen Geschichte


1863 wütete der Bürgerkrieg zwischen der Union und der Konföderation seit zwei Jahren. Am 12. April 1861 löste die Bombardierung von Fort Sumter durch die konföderierte Armee diesen Konflikt aus, der sich zunächst zu Gunsten der Konföderierten wendete. Doch vom 1. bis 3. Juli 1863 bedeutete die Schlacht von Gettysburg in Pennsylvania den Wendepunkt des Krieges. Nach drei Tagen heftiger Kämpfe wurden die konföderierten Truppen unter Führung von Kommandant Robert E. Lee besiegt. Wenige Monate später wird auf dem Cemetery Hill ein nationaler Friedhof zu Ehren der Opfer dieser Schlacht, die die tödlichste des Bürgerkriegs bleiben sollte, eingeweiht.

Ansprache in Gettysburg

An diesem Tag, Donnerstag, dem 19. November 1863, eröffnete der Senator von Massachusetts, Edward Everett, die Gedenkfeier mit einer zweistündigen Rede. Präsident Abraham Lincoln, der zu diesem Anlass angereist war, sprach nach ihm. In nur zwei Minuten hält er eine Rede, die Kult geworden ist - und wohl die berühmteste Rede der amerikanischen Geschichte: die „Gettysburg Address“ (dt. Gettysburg-Ansprache).

„a new nation, conceived in liberty, and dedicated to the proposition that "all men are created equal“.


„Vor 87 Jahren gründeten unsere Väter auf diesem Kontinent eine neue Nation ...“. Mit dieser berühmten Einleitung sieht Lincoln den Bürgerkrieg als Fortsetzung des amerikanischen Nationsaufbau -Prozesses, den die Gründerväter mit der Unabhängigkeitserklärung einleiteten. In nur zehn Sätzen, aber mit seltener Wortgewandtheit, beschreibt er den Kampf der Nordstaaten als einen für die Freiheit geführten Krieg, und die Vereinigten Staaten von Amerika als eine Nation, „in Freiheit gezeugt und dem Grundsatz geweiht, dass alle Menschen gleich geschaffen sind“. Er schließt seine Rede mit der Formulierung eines Gründungsprinzips, der „Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk“.

Am Tag nach der Einweihung schreibt der Staatssenator von Massachusetts, Edward Everett, die Bewunderung für den Präsidenten: „Ich wünschte, ich könnte mir schmeicheln, dass ich in zwei Stunden der zentralen Idee des Anlasses so nahe gekommen wäre, wie Sie in zwei Minuten“.

Manuskripte von Abraham Lincoln

Von der Hand Abraham Lincolns geschrieben

Von der Rede sind bisher fünf Manuskripte bekannt, alle von der Hand Abraham Lincolns geschrieben und alle mit Abweichungen. Nur die ersten beiden wurden zum Zeitpunkt der Rede geschrieben. Sie sind als " Nicolay copy " und " Haye copy" bekannt, und nach den beiden Privatsekretären des Präsidenten, denen sie anvertraut wurden, John Nicolay und John Haye, benannt. Die anderen drei Manuskripte sind Kopien, die Lincoln lange nach der Rede vom 19. November 1863 vor allem für wohltätige Zwecke anfertigte.

Dieses zweiseitige Dokument, die „Nicolay copy“, wird in der Library of Congress (dt. Bibliothek des amerikanischen Kongresses) aufbewahrt. Es gilt als das erste der fünf Manuskripte und soll das einzige echte Arbeitsdokument des Präsidenten gewesen sein.

Die erste Seite ist mit Tinte auf dem Briefkopf der „Executive Mansion“ - das heutige Weiße Haus - geschrieben, was darauf hindeutet, dass sie in Washington, D.C. geschrieben wurde. Die zweite Seite ist mit Bleistift auf Kanzleipapier geschrieben, was wiederum darauf hindeutet, dass Lincoln die Passage an Ort und Stelle, direkt in Gettysburg, während seines Aufenthalts bei dem Richter David Wills, umgeschrieben hat. Laut John Nicolay, welcher der Rede beiwohnte, brachte Lincoln den ersten Teil der Rede nach Gettysburg und schrieb den zweiten Teil noch am selben Tag, kurz bevor er sprach. Nicolay, der Privatsekretär des Präsidenten und Bürge seiner Dokumente, bewahrte dies bis zu seinem Tod im Jahr 1901 auf.

Transkription

Four score and seven years ago our fathers brought forth, upon this continent, a new nation, conceived in liberty, and dedicated to the proposition that "all men are created equal."

Now we are engaged in a great civil war, testing whether that nation, or any nation so conceived, and so dedicated, can long endure. We are met on a great battle field of that war. We have come to dedicate a portion of it, as a final resting place for those who died here, that the nation might live. This we may, in all propriety do. But, in a larger sense, we can not dedicate—we can not consecrate—we can not hallow, this ground—The brave men, living and dead, who struggled here, have hallowed it, far above our poor power to add or detract. The world will little note, nor long remember what we say here; while it can never forget what they did here.

It is rather for us, the living, we here be dedicated to the great task remaining before us —that, from these honored dead we take increased devotion to that cause for which they here, gave the last full measure of devotion—that we here highly resolve these dead shall not have died in vain; that the nation, shall have a new birth of freedom, and that government of the people by the people for the people, shall not perish from the earth.

Übersetzung

Vor siebenundachtzig Jahren gründeten unsere Väter auf diesem Kontinent eine neue Nation, in Freiheit empfangen und dem Grundsatz geweiht, dass alle Menschen gleich geschaffen sind.

Nun stehen wir in einem großen Bürgerkrieg und in der Prüfung, ob diese Nation oder irgendeine derart gegründete und diesen Grundsätzen geweihte Nation dauerhaft bestehen kann.

Wir haben uns auf einem großen Schlachtfeld dieses Krieges versammelt. Wir sind gekommen, einen Teil davon jenen als letzte Ruhestätte zu weihen, die hier ihr Leben gaben, damit diese Nation leben möge. Es ist recht und billig, dass wir dies tun.

Doch in einem höheren Sinne können wir diesen Boden nicht weihen – können wir ihn nicht segnen – können wir ihn nicht heiligen. Die tapferen Männer, lebende wie tote, die hier kämpften, haben ihn geweiht, weit über das hinaus, was unsere schwachen Kräfte hinzufügen oder hinweg nehmen könnten. Die Welt wird kaum Notiz davon nehmen, noch wird sie sich lange an das erinnern, was wir hier sagen. Aber sie kann niemals vergessen, was jene hier taten.

Es ist vielmehr an uns, den Lebenden, dem großen Werk geweiht zu werden, das diejenigen, die hier kämpften, so weit und so edelmütig voran gebracht haben. Es sind vielmehr wir selbst, die hier der großen Aufgabe geweiht werden, die noch vor uns liegt – dass uns diese edlen Toten mit wachsender Hingabe erfüllen für die Sache, der sie hier das höchste Maß an Hingabe erwiesen haben, – dass wir hier einen heiligen Eid schwören, dass diese Toten nicht vergebens gestorben sein mögen, – dass diese Nation eine Wiedergeburt der Freiheit erleben möge; und dass diese Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk, niemals von der Erde verschwinden möge.